Der Cementiri de Montjuïc war früher der zentrale Friedhof der Stadt Barcelona, rund 152.000 Menschen liegen hier begraben. Die meisten Bestattungen fanden oberirdisch statt – für uns ungewohnt, in Spanien aber nicht unüblich.

Gelegen auf dem Hausberg Barcelonas – dem Montjuïc – blickt man von der 57 Hektar großen Parkanlage auf den Frachthafen.
Der Friedhof ist relativ schwer zu erreichen. Entweder über einen Fußmarsch vom Castell de Montjuïc oder von unten mit dem Bus.

Am Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Friedhöfe in den einzelnen Stadtteile zu eng und daher wurde der Platz auf dem Montjuïc für den Hauptfriedhof gewählt. Eröffent wurde er am 17. März 1883. Zwei Tage später fand die erste Bestattung statt: José Fonrodona Riva, ein Bürgermeister aus Kuba.

Auf dem höchsten Punkt des Friedhofs befindet sich ein römisches Krematorium. Obwohl min den 60er Jahren der Cementri de Conserolla als Hauptfriedhof eingeführt wurde, finden heute noch vor allem Urnenbestattungen statt.

Die Art der Gräber richtete sich meist nach dem Vermögen der Angehörigen. Auf dem Cementiri de Montjuïc findet man Mausoleen verschiedener Stile, Ausstattungen und Größen, Bodengräber die teilweise mit kunstvollen Heiligenfiguren geschmückt sind, Familiengruften und einfache Grabnischen. In letzteren liegen die Särge oberirdisch, wobei sich bis zu acht Gräber übereinander befinden.

Unter den Personen die auf dem Cementiri de Montjuïc besttet wurden finden sich auch der Komponist Isaac Albeniz, der Gründer des FC Barcelona Joan Gamper und der Maler und Bildhauer Joan Miró.