Wer als Liebhaber klassischer Musik, aber auch der Architektur Barcelona besucht, kommt am Palau de la Musicá Catalana nicht vorbei.

Architektur und Geschichte des Palau de la Musicá Catalana

Sieht man den Konzertsaal das erste Mal, ruft er beim Betrachter oft die Assoziation von Kitsch und Überladenheit hervor. Neben Statuen berühmter Komponisten und Musiker wie Bach oder Wagner schmücken bunt gekachelte Säulen und Elemente im opulenten Zuckerbäckerstil die Vorderfront des Gebäudes. Wer das Gebäude durch den Turm des Gebäudes betritt, der gewisse Ähnlichkeiten zu einem Minarett aufweist, betritt, ist vor allem durch die Architektur des großen Konzertsaals mit einer bunten Kuppel fasziniert.

Das Gebäude wurde in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts von dem in der Stadt sehr bekannten Arckitekten Lluis Domenech di Montaner entworfen und lediglich drei Jahre nach Beginn fertiggestellt. Ursprünglich geplant war das Palau de la Musicá Catalana für den Orfeo Catalá, den Chor der Stadt. Noch heute gibt es hier regelmäßig Chor-Konzerte. Im kleineren der beiden Konzertsäale, der bei weitem architektonisch nicht an den Ersten heranreicht, hingegen finden regelmäßig Konzerte aus dem Bereich der Kammermusik statt.

Führungen im Palau de la Musicá Catalana & weitere Empfehlungen

Mittels Führungen kann man auch außerhalb der Konzertzeiten in den Palau de la Musicá Catalana. Allerdings muss man sich für diese im Vorfeld extra anmelden, da pro Führung eine festgesetzte Teilnehmerzahl von circa 50 Personen nicht überschritten werden darf. Die Anmeldung bzw. Buchung einer solchen Führung kann entweder telefonisch oder via Internet geschehen. Wer sich für eine entsprechende Führung interessiert, sollte sich einige Zeit vor Beginn im Foyer des Gebäudes einfinden und über Sprachkenntnisse in Spanisch, Katalan oder Englisch verfügen, um der Führung inhaltlich folgen zu können. Wer zu spät kommt, hat keine Möglichkeit mehr an der Führung teilzunehmen und auch eine Gelderstattung im Nachhinein ist hier nicht vorgesehen. Pro Sprache finden in der Regel mehrere Führungen täglich (Ausnahme: An Feiertagen keine Führungen!) statt. Eine Führung kostet in der Regel 15 Euro. Wer die nicht hat oder nicht zahlen möchte, kann auch einfach im Foyer des Gebäudes die Cafeteria besuchen und kommt so auch dazu, zumindest einen kleinen Teil des Gebäudes für wenige Euro zu sehen.

Wer abends in der Gegend ist oder auch gerade eine Führung hinter sich hat, kann im „El Mirador“ sehr gut, wenn auch etwas teurer essen. Preiswerter kommt man in der Cafeteria davon, die sich ebenfalls direkt im Gebäude befindet.