Die 17,18 ha große Parkanlage liegt in Barcelona und entstand 1900 bis 1914. Seit 1984 gehört die Parkanlage mit Werken von Antoni Gaudí zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Park Güell wurde auf dem Montana Pelada, das soviel wie „kahler Berg“ heißt, erbaut.

Die Entstehung
Antoni Gaudí erhielt den Auftrag von Eusebi Güell, einem Industriellen, der von den englischen Gartenanlagen so begeistert war, dass er in Barcelona ebenfalls eine Gartenstadt haben wollte. So wurde geplant vor der Erbauung finanzielle Mittel zu sammeln und so den Park mit über 60 Villen zu erbauen. Doch die Umsetzungen klappte wegen fehlender Mittel nicht wie geplant. Es wurden nur drei Häuser erbaut. In dem einem wohnte die Familie Güell, das heute eine Schule ist. Das andere seit 1963 das Museum Casa-Museu Gaudí. Das dritte Haus wird heute noch von einem befreundeten Architekten bewohnt.

Baustil des Parks

15967_web_R_K_by_Susanne K._pixelio.de

Pavillon im Park Güell, Foto: Susanne K. / pixelio.de

Gaudí hat sich der hügeligen Fläche der Landschaft angepasst und auf große Umschichtungen der Erde verzichtet. So verwendete er Terrassen und Stützmauern, um den Park natürlich aussehen zu lassen. Seine Baumaterialien fand er direkt im Park und der Mosaik stammte aus Abfällen aus Keramikfabriken rund um den Park. So wurde der Park im Jungstil erbaut und ist heute ein sehr beliebtes Ziel – auch für Einheimische.

Herzstücke des Theaters
Am Eingang der großen Parkanlage befinden sich zwei Pförtnerhäuschen. Von da kommt man auf einen Terrassenplatz, an dem diverse Veranstaltungen rund um das Jahr begangen werden. Vor allem ist dies ein beliebter Ort für viele Künstler und Musiker. Hier grenzt auch die längste Bank der Welt die Fläche ab. Von der Aussichtsplattform, auf der sich die Bank befindet, kann über die Stadt sowie zum Meer geschaut werden. Entwickelt und erbaut wurde die Terrasse und Ihre schlangenförmige Sitzfläche von Josep Maria Jujol, der hier die Techniken des Trencadís (Bruch) anwendete. Von der Terrasse aus bekommt man einen einzigartigen Ausblick auf die Stadt Barcelona. Die 3000 m² große Terrasse sollte einst ein Amphitheater werden und über Barcelona Bühnenschauspiele und Theaterstücke präsentieren. Unter der Terrasse befindet sich eine Säulenhalle, die aus 86 Säulen besteht und zugleich der Träger der Terrasse ist. Darüber hinaus findet man hier auch die Echse Gaudís, die mit vielen kleinen Mosaikstückchen verziert ist. Kilometerlange Pfade schlingen sich durch den Park und führen zu den architektonischen Meisterwerken von Gaudí. Ein Aufstieg zu den vier Kreuzen, den höchsten Punkt des Parks ist sehr empfehlenswert. Von hier erhält man nicht nur eine einzigartige Aussicht über den Park, sondern auch über die Stadt.

Weitere Werke von Gaudí, wie Möbel, sind in seinem Wohnhaus, dem heutigen Museum Casa-Museu Gaudí zu besichtigen.